GAIETY "PANNIER TANK" 1950

Die Gaiety Pannier Tank Lokomotive 5700 (und die N2 46917) gehörte zu einer kurzlebigen Produktreihe von J.V. Murcott & Sons Ltd. aus Tamworth, Birmingham. Das Unternehmen, ein Druckgusshersteller, produzierte Teile für die Automobilindustrie und stieg nur wenige Monate vor Ausbruch des Koreakriegs (1950–1953) in den Markt für Spielzeugautos und Modelleisenbahnen ein.

Infolge des Koreakriegs stellte die britische Regierung fast die gesamte Spielzeugproduktion ein, darunter auch die Metallproduktion für die Rüstungsindustrie. J.V. Murcott nahm die Produktion von Druckgussteilen für Militärfahrzeuge und die Rover Car Company wieder auf.

Die kurzlebige Spielzeugmodellreihe "Gaiety Models" wurde eingestellt und nie wieder aufgegriffen. (Dasselbe Schicksal ereilte die Firma "Trackmaster" aufgrund des Koreakriegs.) Hornby Dublo stellte einen Teil seiner Produktion auf die Kriegsanstrengungen um, konnte aber bis zur Aufhebung der Metallbeschränkungen nach 1953 überleben. Rovex-Triang war nicht allzu stark betroffen, da das Unternehmen hauptsächlich mit Kunststoffen arbeitete.

Der Pannier Tank konnte mit einem Romford-Motor und einem für Zwei- oder Dreileiterbetrieb ausgelegten Fahrgestell geliefert werden.

Ein Blick auf die andere Seite dieser schweren Druckgusslokomotive

Es wurde auch nur als Druckgussgehäuse verkauft, sodass es auf ein vorhandenes Triang- oder Hornby-Dublo-Chassis montiert werden konnte.

Auf diesem Foto ist es schwer zu lesen, aber da steht "J.V.M. B`HAM".

Eine Ansicht von unten zeigt deutlich, dass es sich um die 2-Schienen-Variante handelt.

Die beiden Hälften des Chassis werden durch Messingschrauben und Stahllaschen zusammengehalten, eindeutig eine Konstruktion von Gaiety und kein Chassis von Triang, obwohl der Motor auf den ersten Blick wie ein Triang-Motor aussieht.

Bei dem Motor sind einige Teile aus Messing gefertigt, bei Triang hingegen sind die gleichen Teile aus Stahl.

Die Vorderseite zeigt die Basis für die Befestigungsschraube, die in den Schornstein hineingeschraubt wird.

Die Herstellerbezeichnung dieses Bauteils ist unbekannt. Es ist deutlich erkennbar, dass es sich nicht um ein Triang-Chassis handelt. (Hinweis: TV-Überspannungsschutz)

Auf diesem und dem nächsten Bild ist die Nahtstelle der beiden Gussteile zu sehen. Heute würde man diese Stelle verspachteln und entfernen; im Januar 1950 war das vermutlich akzeptabel.

Zwei Jahre vor der Erfindung der Triang-Kupplungen wurde diese Lokomotive mit Kupplungen im Hornby-Dublo-Stil ausgestattet.